Dieses Thema betrifft uns, weil immer mehr Erziehungsansätze aus den sozialen Medien unseren Alltag prägen und wir uns fragen, wie viel Unterstützung unsere Kinder wirklich brauchen.
Eltern wünschen sich, dass ihr Nachwuchs selbstbewusst wird und Herausforderungen meistert, doch dabei darf der Schutz nicht verloren gehen.
In einem viral gegangenen Video aus den USA sieht man einen Vater, der sein zögerndes Kind auf der Wippe zwar ermutigt, aber nicht eingreift. Am Ende schafft das Kind es allein und strahlt vor Stolz. Laut dem Artikel auf fr.de („Überfordert: Umstrittener Erziehungstrend aus den USA breitet sich aus“) feiern manche Influencer diesen Ansatz als „Gehirn-Neuverdrahtung“. Positive-Psychologie-Studien, etwa zur Selbstwirksamkeit nach Albert Bandura oder zu Resilienzfaktoren bei Martin Seligman, zeigen, dass Autonomie und das Erleben eigener Erfolge das Selbstbewusstsein stärken. Gleichzeitig warnen Experten davor, Kinder zu überfordern und ihnen dabei das Gefühl von Sicherheit zu entziehen.
Für unseren Alltag bedeutet das, eine Balance zu finden: Wir sollten unseren Kindern ermöglichen, Dinge eigenständig zu probieren, ohne sie schutzlos Risiken auszusetzen. Eine wertschätzende Haltung, klare Grenzen und aufmerksames Begleiten schaffen ein Umfeld, in dem Selbstvertrauen wachsen kann.
Herzliche Grüße von Dominik